Mahlzeit und guten Tag,
die Zeit schreitet voran Planungen sollten so langsam mal ernst werden.
Es kam eine Frage zu mir: Es gibt das doch schon alles im Netz, warum schreibst Du das nochmal auf.
Antwort: Ja, es gibt viele Seiten zu diesem Thema, aber es ist nie verkehrt, wenn man so eine Vorbereitung step by step mitverfolgen kann. Dazu eignet sich ein Blog meiner Meinung nach am besten.
Grundsätzlich gibt es einige Gedanken, die ich mir mache, die für einen sauberen sauberen Abschied und Reisestart wichtig sind:
1. Finanzierung: Gibt mal ein gesonderten Eintrag dazu, aber im groben kann man sich nach intensiver Recherche und eigenen Erfahrungen davon verabschieden, dass man sehr billig um die Welt kommt. Egal wie hart man sich persönlich einstuft, welche Leidensfähigkeit man sich selbst zutraut und wie weit die Toleranz absenkbar ist, es wird nie so billig werden, wie man es sich wünscht.
Als grobe Richtlinie mit Puffer habe ich für mich gesetzt: Betrag, den ich bei normalem Leben in Deutschland brauche x 15 bei einer Reisezeit von 12 Monaten
Der Faktor 15 deswegen, da man ja Ausrüstung braucht, erste Flüge, Krankenkasse und einen sehr wichtigen Notfallpuffer.
2. Krankheit: Da muss ich noch einen Termin mit einem Tropenarzt machen. Wichtig ist hier die Malaria und Impfungen, die es zu erledigen gilt. Dieser Punkt ist wichtig, da z.b. bei Hepa A und B einige Monate zwischen den Impfungen liegen.
Dann muss noch die Krankenkasse kontaktiert werden. Krankenkassen bieten natürlich den Austritt an, aber auch eine Anwartschaft. Diese Anwartschaft ist an einer monatlichen Zahlung verknüpft, die es bei einer Einreise in Deutschland erlaubt, eine Behandlung bei einem Arzt aufzusuchen. Das ist jetzt mal ganz grob beschrieben. Werde nach meinem Telefonat mit der KK die aktuellen Infos preisgeben.
Auslandkrankenversicherung ist ein Muss. Habe hier schon einige Anbieter kontaktiert. Wichtig ist hier die Übernahme aller Kosten im Krankheitsfall und ggf. ein Krankentransport zurück nach Deutschland.
Da ich sehr spartanisch lebe, kann ich alle anderen Versicherungen, die ich habe, sagenhafte drei Stück, einfrieren lassen und so Kosten sparen.
3. Grundlegende Gedanken, eher philosophisch:
Ein erschreckender Punkt war bei mir bisher: Es wird kein Kulturschock kommen, wenn man weggeht, sondern wenn man wieder in Deutschland ankommt.
Habe dies erst kurzlich bei einer Freundin erlebt, die längere Zeit auf Bali war. Sie ist erstens als vollkommen anderer Mensch zurückgekommen und das in positiver Weise und zweitens war sie voll von Infos und Mitteilungsdrang. Ist nachvollziehbar, vor allem von Leuten wie mir.
Kann mir tagelang Geschichten und Anekdoten anhören, ohne gelangweilt zu sein. Aber leider werden viele, eigentlich fast alle im Bekanntenkreis nicht dieses Interesse haben. Ist ihr auch passiert. Ein Fotoabend mit lustigen Anekdoten und Ende des Interesses. Schade. Aber ich lausche noch brav und sie sorgt wirklich für Lacher. Da sage ich: Schade für die anderen, ihr verpasst was.
Somit muss für einen selbst gleich festgelegt werden:
Bevor man geht, sollte man sich bewusst sein, dass der Mut ggf. bewundert wird, überhaupt sowas zu tun. Kommt man wieder, dann ist das Interesse auf einen Tag beschränkt und jeder fällt nach dem ersten Willkommenstag wieder in seinen Trott zurück. Man ist also mit seinen positiven und auch negativen Erfahrungen und Eindrücken bis auf einen Fotoabend mit der Familie allein.
Das kann durchaus hart werden und das sollte man sich auch mal durchdenken. Gehen ist eine Sache, die Rückkehr sollte aber auch geplant werden.
Das gilt jetzt nicht für 4 Wochen-Reisen, aber alles jenseits der 4 Wochen sollte schon mal hinsichtlich dieses Phänomens durchdacht und geplant werden.
4. Ausrüstung:
Das Thema "Ausrüstung" ist ein wichtiger Punkt und zwar nicht nur für eine Zeit des Ausstiegs.
Da ich grundsätzlich der Meinung bin, dass jeder zuviel besitzt und sich zu viele Menschen eben durch diesen Besitz definieren, muss man sich in der Vorbereitung wirklich Gedanken machen, was man mitnimmt.
40, 60, 80 oder gar nen 100 Liter Rucksack? Relativ einfach beantwortet: Behindert einen der Rucksack ab einem bestimmten Gewicht? Ja, mit Sicherheit. Also eine Nummer kleiner wählen. Behindert er immer noch? Nochmal Zeugs raus und neu packen, usw.
Kann man das Ding mit einer Hand heben? Fangen ohne Wirbelsäulenbruch? Unter einen Sitz im vollbesetzten Bus stopfen? Dann ist es die richtige Grösse. Wenn mal mal ehrlich ist und sich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzt, dann wird mal locker mit einem 60er Rucksack oder sogar noch weniger auskommen. Auch wenn man Monate weg ist. Was braucht man wirklich? Dies ist die Frage, die wichtig ist.
Grüsse
Mücke
Samstag, 30. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009
Reisegründe bei der Mücke
Guten Abend, geehrte Leser,
ja, der Chinner aka Mücke hat einen weiteren Blog eröffnet, der die Vorbereitungen der geplanten Reise durch Südostasien zeigt.
Ein fixe Terminschiene existiert bisher noch nicht, ich muss mich hier leider an den wirtschaftlichen Gegebenheiten richten. Soll heissen, wenn ich meinen Job verliere, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, dann gehts los. Ich habe mir als absolut letzten Starttermin den 31.03.2010 gesetzt, es ist aber wahrscheinlich, dass es eher losgeht.
Wie komme ich auf sowas?
Naja, ich denke, dass kann man durchaus als Quarter-Life-Crisis beschreiben. Ja, das gibt es. Quarter-life-Crisis. Hammer, gell.
Ganz so psychologisch wie es sich liest, ist es bei mir nicht. Nein, ich führe durchaus ein sehr ansprechendes Leben. Bin frei, habe eine sehr liebe Freundin, kann mir durchaus was gönnen, könnte in den Urlaub fahren, gehe auf Partys und habe sonst keinerlei Verpflichtungen. Durchaus ein schönes Leben.
Aber, und jetzt kommt das aber:
Ich mache mir seit einigen Jahren Gedanken über das Sinn des Tuns, nicht des Seins! Seit einigen Monaten werden die Zyklen, in denen solche Gedanken kommen, immer kürzer. Meiner Meinung nach sollte man immer etwas tun, was einem oder einem zweiten nützt, also eher die soziale Schiene. Da ich als Leiter der Qualitätssicherung in der Automobilindustrie nicht wirklich sozial eingestellt sein kann und darf, ist da natürlich immer ein Widerspruch in mir.
So ist mit der Zeit die Idee geboren worden, mal wirklich eine Zeit auszusteigen, einfach mal das machen, was man will, ohne auf den finanziellen Aspekt achten zu müssen. Es hier gesagt, dass mein absoluter Traumberuf der des Schmieds wäre, aber leider gibt es den offiziell als Ausbildungsberuf nicht mehr.
Dies "tun was man will" heisst nicht, dass man Monate bekifft am Strand liegt. Mein Plan geht eher in die Richtung der Freiwilligenarbeit, am besten mit Tieren, denn Tiere sind neben meiner Freundin meine zweite grosse Liebe. Würde mich in dem Fall eher als einen fast radikalen Tierschützer bezeichnen, dies ist aber wieder ein ganz anderes Thema.
Nun ja, so ist dann eben die Idee geboren: Südostasien zur Freiwilligenarbeit in irgendeiner Form gepaart mit langsamen Reisen, um möglichst viel der Kulturen kennenzulernen, nicht nur um zu sehen und zu fotografieren. Dauer soll mindestens 6 Monate sein. Reiseart ist Low-Budget, also Backpacking ohne Anspruch auf Luxus. Brauche ich seit Jahren nicht, so ist es wohl kein Problem so zu reisen.
Grüsse
Backpack-Mücke :-)

Foto: Phuket-Ananas mit gegrilltem Huhn. Dessen Kauf hat für richtiges Gelächter auf beiden Seiten gesorgt, da ich auf Thai bestellt habe, Farang Aussprache inklusive.
ja, der Chinner aka Mücke hat einen weiteren Blog eröffnet, der die Vorbereitungen der geplanten Reise durch Südostasien zeigt.
Ein fixe Terminschiene existiert bisher noch nicht, ich muss mich hier leider an den wirtschaftlichen Gegebenheiten richten. Soll heissen, wenn ich meinen Job verliere, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, dann gehts los. Ich habe mir als absolut letzten Starttermin den 31.03.2010 gesetzt, es ist aber wahrscheinlich, dass es eher losgeht.
Wie komme ich auf sowas?
Naja, ich denke, dass kann man durchaus als Quarter-Life-Crisis beschreiben. Ja, das gibt es. Quarter-life-Crisis. Hammer, gell.
Ganz so psychologisch wie es sich liest, ist es bei mir nicht. Nein, ich führe durchaus ein sehr ansprechendes Leben. Bin frei, habe eine sehr liebe Freundin, kann mir durchaus was gönnen, könnte in den Urlaub fahren, gehe auf Partys und habe sonst keinerlei Verpflichtungen. Durchaus ein schönes Leben.
Aber, und jetzt kommt das aber:
Ich mache mir seit einigen Jahren Gedanken über das Sinn des Tuns, nicht des Seins! Seit einigen Monaten werden die Zyklen, in denen solche Gedanken kommen, immer kürzer. Meiner Meinung nach sollte man immer etwas tun, was einem oder einem zweiten nützt, also eher die soziale Schiene. Da ich als Leiter der Qualitätssicherung in der Automobilindustrie nicht wirklich sozial eingestellt sein kann und darf, ist da natürlich immer ein Widerspruch in mir.
So ist mit der Zeit die Idee geboren worden, mal wirklich eine Zeit auszusteigen, einfach mal das machen, was man will, ohne auf den finanziellen Aspekt achten zu müssen. Es hier gesagt, dass mein absoluter Traumberuf der des Schmieds wäre, aber leider gibt es den offiziell als Ausbildungsberuf nicht mehr.
Dies "tun was man will" heisst nicht, dass man Monate bekifft am Strand liegt. Mein Plan geht eher in die Richtung der Freiwilligenarbeit, am besten mit Tieren, denn Tiere sind neben meiner Freundin meine zweite grosse Liebe. Würde mich in dem Fall eher als einen fast radikalen Tierschützer bezeichnen, dies ist aber wieder ein ganz anderes Thema.
Nun ja, so ist dann eben die Idee geboren: Südostasien zur Freiwilligenarbeit in irgendeiner Form gepaart mit langsamen Reisen, um möglichst viel der Kulturen kennenzulernen, nicht nur um zu sehen und zu fotografieren. Dauer soll mindestens 6 Monate sein. Reiseart ist Low-Budget, also Backpacking ohne Anspruch auf Luxus. Brauche ich seit Jahren nicht, so ist es wohl kein Problem so zu reisen.
Grüsse
Backpack-Mücke :-)
Foto: Phuket-Ananas mit gegrilltem Huhn. Dessen Kauf hat für richtiges Gelächter auf beiden Seiten gesorgt, da ich auf Thai bestellt habe, Farang Aussprache inklusive.
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